Jugendordnung des Gehörlosen-Sportverbands Nordrhein-Westfalen e.V.

1. Name, Zweck und Grundsätze

  1. Die Gehörlosen-Sportjugend Nordrhein-Westfalen ist die Jugendorganisation im Gehörlosen Sportverband Nordrhein-Westfalen e.V. (GSNRW). Sie wird von den Jugendvertretern der Sportvereine gebildet.

  2. Die Sportjugend will durch die Jugendarbeit der Sportvereine jungen Menschen ermöglichen, in Gemeinschaft Sport zu treiben. Sie will zur Persönlichkeitsbildung beitragen, Befähigung zum sozialen Verhalten fördern, das gesellschaftliche Engagement Sporttreibender Jugendlicher anregen und in ihnen durch Begegnungen und Wettkämpfe mit ausländischen Gruppen Bereitschaft zu internationaler Verständigung wecken.

  3. Die Sportjugend möchte zusammen mit der Jugend der Sportvereine die Formen sportlicher Jugendarbeit weiterentwickeln, die Jugendarbeit der Sportvereine unterstützen und koordinieren, die gemeinsamen Interessen der Sportjugend in sportlichen und allgemeinen Jugendfragen vertreten und jugend- und gesellschaftspolitisch wirken.

  4. Die Sportjugend bekennt sich zur freiheitlich-demokratischen Lebensordnung und tritt für Mitbestimmung und Mitverantwortung ein.

  5. Die Sportjugend ist parteipolitisch neutral. Sie tritt für die Menschenrechte und für religiöse und weltanschauliche Toleranz ein. Präambel: Zu Jugendlichen zählen die bis 27 Jahre alten Mitglieder.

2. Organe

  1.         Organe der Sportjugend sind:
             1.  Jugendtag,
             2.  Jugendvorstand

3. Jugendtag

  1. Der Jugendtag ist das oberste Organ der Sportjugend.

  2. Der Jugendtag setzt sich zusammen aus den Jugendvertretern/innen der angeschlossenen Sportvereine und Mitgliedern des Jugendvorstandes.

  3. Die Sportvereine entsenden ihre Delegierten in den Jugendtag entsprechend der Anzahl ihrer jugendlichen Mitglieder nach der Jahressbestandserhebung des laufenden Jahres
    für   1 bis 20 Jugendliche     1 Stimme   
    für 21 bis 40 Jugendliche     2 Stimmen
    für 41 bis 60 Jugendliche     3 Stimmen 
    und so fort.
    Zu den Jugendtag kann jeder seinen Jugendwart/innen bzw. dessen  Stellvertreter entsenden. Alle Delegierten sowie die Mitglieder des   Jugendvorstandes sind stimmberechtigt. Delegierte dürfen auch älter als 25 Jahre sein.

  4. ​​​Jeder Verein muss eine Umlage von 30 € für die Einsendung der ersten Delegierte beitragen. Es könnenauch weitere Delegierte zum Jugendtag geschickt werden., aber der Verein muss eine Umlage von 15 € für je weitere Delegierte beitragen und die Fahrkosten für die weiteren Delegierten werden nicht erstattet.

  5. Die Aufgaben des Jugendtages sind insbesondere:
    a) Beratung von grundsätzlichen Angelegenheiten,
    b) Festlegung der Richtlinien für die Tätigkeit des Jugendvorstandes,
    c) Entgegennahmen der Berichte des Jugendvorstandes,
    d) Entlastung des Jugendvorstandes,
    e) Wahl des Jugendvorstandes,
    f) Änderung der Jugendordnung,
    g) Beschlussfassung über Anträge,
    h) findet jedoch nur alle 4 Jahren statt.

  6. Der Jugendtag tritt jährlich zusammen. Der Jugendtag ist beschlussfähig. Über Termin und Ort beschließt der Jugendvorstand, wenn das vorheriges Jugendtag keine Feststellung getroffen hat.

  7. Auf Antrag zwei Drittels der Jugendvertreter/innen der Sportvereine oder auf Beschluss des Jugendvorstandes ist ein außerordentliches Jugendtag einzuberufen.

  8. Der Jugendvorstand lädt die Jugendvertreter/innen der Sportvereine zum Jugendtag in elektronischer Form (E-Mail) mindestens sechs Wochen vor Tagungsbeginn ein. Die Tagesordnung ist drei Wochen vorher zuzusenden. Es besteht bei der E-Mail die Möglichkeit zum Ausdrucken entsprechender Daten.

  9. Anträge zu den Jugendtag können von den Sportvereinen und vom Jugendvorstand gestellt werden. Sie müssen dem Jugendvorstand spätestens vier Wochen vor jeweiligem Jugendtag schriftlich mit Begründung vorliegen. Spätestens 14 Tage vor der endgültigen Tagesordnung an die Versammlungsdelegierten zu übermitteln.

  10. Dringlichkeitsanträge können nur behandelt werden, wenn die Delegierten bei dem Jugendtag mit einfacher Mehrheit die Dringlichkeit anerkennen.

  11. Anträge auf Änderung der Jugendordnung können als Dringlichkeitsanträge nicht eingebracht werden.

  12. Die ordnungsgemäß einberufenen Versammlungen sind ohne Rücksicht auf die Anzahl der anwesenden Delegierten beschlussfähig.

  13. Bei Abstimmungen genügt die einfache Mehrheit der gültigen Stimmen. Bei Stimmengleichheit gilt der Antrag als abgelehnt. Beschlüsse zur Änderung der Jugendordnung erfordern eine Zweidrittel-Mehrheit der gültigen Stimmen.

4. Zusammensetzung und Wahl

  1. Der Jugendvorstand setzt sich zusammen aus: 
          a)  Landesjugendwart/in
          b)  2. Landesjugendwart/in
          c)  Jugendkassierer/in
          d) 2  Jugendbeisitzer/in

  2. Der Jugendvorstand wird von der Jugendtag gewählt und vom Verbandstag des GSNRW auf die Dauer von 4 Jahren bestätigt. Der Landesjugendwart gehört dem Verbandsvorstand des GSNRW an.

  3. Bei Wahlen genügt die einfache Mehrheit der gültigen Stimmen.

  4. Der Jugendvorstand bleibt solange im Amt, bis ein neuer Jugendvorstand ordnungsgemäß gewählt worden ist.

  5. Wahlen werden schriftlich und geheim vorgenommen. Wird für ein Amt nur eine Person vorgeschlagen und ist diese bereit, das Amt zu übernehmen, so kann die Wahl durch offene Abstimmung mit Handzeichen erfolgen, wenn nicht geheime Wahl beantragt wird.

  6. Abwesende können gewählt werden, wenn sie vorher ihre Bereitwilligkeit, das Amt anzunehmen, schriftlich erklärt haben. Die Gründe für die Abwesenheit muss erläutert werden und einstimmig abgestimmt werden. Eine Videobotschaft ist dabei erforderlich.

5. Aufgaben

  1. Der Jugendvorstand hat folgende Aufgaben wahrzunehmen:
    a)  Öffentlichkeitarbeit,
    b)  Jugendreisen und –freizeiten,
    c)  Organisation und Durchführung von Veranstaltungen,
    d)  Finanz- und Zuschusswesen,
    e)  Lehrarbeit, Schulung und Bildung,          
    Die Aufgabenverteilung innerhalb des Jugendvorstandes wird vom Jugendvorstand intern geregelt.

  2.  Die Aufgaben und Zielvorstellungen dürfen nicht im Gegensatz zu denen des GSNRW stehen.

  3. Der Jugendvorstand erfüllt seine Aufgaben in der Satzung des GSNRW und der Jugendordnung der Sportjugend sowie der Beschlüsse der Jugendversammlungen.

  4. Zur Planung und Durchführung der in Abs. 5.1 genannten Aufgaben kann der Jugendausschuss Fachausschüsse bilden. Die Fachausschüsse werden von einem Mitglied des Jugendausschusses oder von einem/er vom Jugendausschuss bestimmten Jugendvertreter/in geleitet. Der Jugendausschuss kann dazu auch personelle Vorschläge von den Mitgliedsvereinen einholen. Die Tätigkeit der Fachausschüsse endet mit der Erfüllung des Auftrages oder mit der Wahlperiode des Jugendausschusses.

  5. Der Jugendausschuss kann ferner für zeitlich begrenzte Aufgaben Sonderausschüsse bilden. Deren Tätigkeit endet mit der Erledigung ihres jeweiligen Auftrages.

  6. Beschlüsse der Fachausschüsse und Sonderausschüsse werden analog des Abs. 3.12 mit einfacher Stimmenmehrheit gefasst. Satzungsänderungen können die Fachausschüsse und Sonderausschüsse nicht beschließen.

6. Protokollierung der Beschlüsse

  1. Über die Beschlüsse der des Jugendtages sowie Jugendsitzung ist jeweils ein Protokoll anzufertigen, das von dem Landesjugendwart und falls vorhanden, auch vom Protokollführern zu unterzeichnen ist.

  2. Auch über die Jugendsitzung sind Protokolle zu führen und gemäß 6.1 zu unterzeichnen. Sie sind jedoch nicht öffentlich.

  3.  Jugendtags-Protokolle sind in 4 Wochen an Jugendvorstand sowie 6 Wochen an die Vereine zu verteilen.

  4. Einsprüche gegen Protokolle sind innerhalb 4 Wochen nach Absenddatum zu stellen.

Die vierte Jugendordnungsänderung wurde auf der ordentlichen Jugendvollversammlung am 01. April 2006 in Essen beschlossen und am 03. November 2006 durch den Verbandstag des GSNRW genehmigt.

Die fünfte Änderung der Jugendordnung wurde auf der außerordentlichen Jugendvollversammlung am 21. Februar 2016 in Essen beschlossen und wird am 17. November. 2018 durch den Verbandtag des GSNRW in Herford genehmigt.