Sportkongress in Bochum am 05. und 06.02.2010

1. Sportkongress in Bochum

am 05. und 06. Februar 2010 fand der erste große Sportkongress in Bochum mit vielen Attraktionen,
Informationen, Gesprächen und Diskussionsforen statt. Einige Interessenten aus unserem Gehörlosen-Sportverband NRW und ihren Vereinen nahmen hieran teil.

Die Gesamtmoderation im großen Saal übernahm Rudi Cerne, Moderator und früherer Eiskunstläufer. Den Auftakt machten die „Cosmic Artists“, Berlin durch eine harmonische, graziöse Darbietung.
Die Begrüßungsreden sprachen Herr Dr. Ingo Wolf MdL und anschließend Herr Walter Schneeloch.
Herr Dr. Jürgen Rüttgers konnte aus terminlichen Gründen nicht teilnehmen.
Hartmut Ostrowski, Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann AG hielt das Hauptreferat über „Zukunft. Sport. Verein. Thesen und Visionen“. Zur Auflockerung bat uns Frank Goosen ein kabarettistisches Intermezzo. Gestärkt durch ein reichhaltiges Mittagsbuffet zeigte uns Herr Willi Bogner,
Bilder und Videoabschnitte über die Entwicklung der Anfänge seiner Mode-Firma und warb um die nächsten „Ski-Aktionen“ in München 2018.
Am Nachmittag mussten wir uns entscheiden, welches der interessanten Informations- und Diskussionsforen jeder einzelne besuchen wollte. Das Forum selbst dauert ca. 1 ½ Stunden, wurde aber aufgrund heftiger Kommentare bei dem ein oder anderen Thema etwas ausgedehnt. Anschließend traf man sich wieder im großen Saal.
Freitag Abend fand in der Jahrhunderthalle der Stadt Bochum die Mitgliederversammlung des LandesSportBundes NRW statt. Über Shuttle-Busse wurden die Delegierten dorthin gefahren.
Der Abschluss des bis dahin gut verlaufenden Tages fand für alle Teilnehmer in der Jahrhunderthalle statt. Mittendrin zeigten Künstler mit Akrobatik pantomimisch, eindrucksvoll die charakteristischen Züge der verschiedenen Sportarten. Nach der Sitzung eröffnete die Bürgermeisterin Frau Dr. Ottilie Scholz mit Dr. Ingo Wolf MdL und Walter Schneeloch den Abend. Herr Manfred Palmen, Parlamentarischer Staatssekretär und Sportministerin NRW, Frau Bärbel Dittrich übergaben drei Auszeichnungen für vorbildliche Maßnahmen von Vereinen zur Integration durch Sport. Den gemütlichen Abend stimmte das Salon-Orchester Da Capo ein.

Am Samstag berichtete uns Britta Heidemann, Olympiasiegerin und Weltmeisterin im Degenfechten über ihre weitreichenden Erfahrungen von „Sport prägt das Leben“. Erfahrungen, die ihre persönliche Entwicklung beeinflusste, den Lebenslauf, Einstellungen und Werte; Erfahrungen, die sie auch schulisch und beruflich immer wieder anwenden konnte.
Anschließend wurden wir wieder zu verschiedenen, interessanten Diskussionsforen eingeladen.
Nach einem ergiebigen Mittagessen referierte Dirk Bathen, Trendbüro Hamburg ausführlich und interessant über die verschiedenen Trendentwicklungen und –veränderungen und ihren Zusammenhang zueinander. Dieser Vortrag erhielt viel Anerkennung.
Danach folgten weitere Diskussionsforen. Der Kongress wurde mit einem kurzen Abschlussgespräch beendet mit dem Fazit:

Sport ist für alle. Die Vereinsarbeit ist wichtig, besonders für die Entwicklung der Kinder und Integration überhaupt. Vereine müssen sich den Veränderungen anpassen, wie z. B. der geforderten Flexibilität der Arbeitnehmer, Ganztagsschule.
Der Schwerpunkt des Sportkongresses lag im Herausheben der ehrenamtlichen Tätigkeit und in der Integration von Migranten und ausländischen Mitbürgern.

Neben unseren Delegierten Winfried Wiencek, Ivan Rupcic, Ralf Geerk und Diana Aleksic nahmen auch Andrea Z., Caroline W., Petra K., Conny S., Dirk M., Steffen R. und Florian B. als Sportinteressierte an diesem vielseitigen, gut organisierten Sportkongress teil. Während der gesamten Zeit war der Einsatz von Gebärdensprachdolmetschern gesichert. Allerdings nahmen nur zwei Personen die Möglichkeit wahr, die Übungsleiterlizenz C verlängern zu lassen.
Im Ganzen war der Sportkongress eine neue, interessante Erfahrung. Ideen wurden ausgetauscht, bisher Gemachtes selbstkritisch hinterfragt.
Der Veranstalter hatte alles so organisiert, dass sich alle Teilnehmer wohlfühlen konnten.